»Wo WIR SIND ist SONNE«

Deutsches Bernsteinmuseum
Kloster Ribnitz

 

Natur- und Kulturgeschichte des Baltischen Bernstens in herausragenden Exponaten

Europas umfassenendste Ausstellung über das »Gold des Nordens«  

spätmittelalterliche Backsteinarchitektur und spannende Sonderausstellungen  

Opernale 2017 - Kärthe, Alwine, Gudrun - Drei Frauen, drei Zeiten, eine Wurzel

Karten zum symbolischen Eintrittspreis von 15,17 EUR

Kartenvorverkauf im Deutschen Bernsteinmuseum und in der Touristinformation Ribnitz-Damgarten

03821 4622 oder 03821 2201

oder direkt bei der Opernale

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In einem nicht näher benennbaren Transitraum zwischen Himmel und Erde treffen drei Frauen aus verschiedenen Zeiten aufeinander, deren Leben und Selbstverständnis durch das protestantische Pfarrhaus geprägt wurden: Die Lutherin Katharina von Bora (1499 – 1552), die niederdeutsche Dichterin Alwine Wuthenow (1820 – 1908) und die RAF-Terroristin Gudrun Ensslin (1940 – 1977).

 

Mitwirkende 2017

 

Im Konventsaal - Dieses Mal schon am 18. September 2017 19:30 Uhr - Martin Heider, Kustos des Klosters Doberan – Kein Bildersturm – Zisterzienserorden und Kloster Doberan im 16. Jahrhundert.

Der Zisterzienserorden stellte sich gegen die Reformation

Das Wirken Luthers wird sehr bald nach 1517 im Zisterzienserorden wahrgenommen. Auf einem Generalkapitel wurde die Reformation in deutschen Landen erstmals im Jahr 1522 thematisiert! Sie galt als ein Abfallen vom christlichen Glauben. Das Generalkapitel drohte den Sympathisanten des Reformators mit der Exkommunikation.



Erst 1552 kommt es zur Unterzeichnung einer Abdankungsurkunde durch den Abt, in der ihn der Herzog mit einer jährlichen Leibrente von 100 Thalern abfindet. Der Abt mit seinen noch lebenden Mitbrüdern zieht sich in das Tochterkloster Pelplin zurück, in dem er 1564 starb.

 

Toni Koy - Ein neues Ausstellungsstück

„Wir fanden die kleinen Stückchen am Strand, leuchtend hell und dunkel, klar und matt. Zu brauchen waren sie zu nichts, aber zum Freuen waren sie da.“ Erste Begegnungen einer Künstlerin mit ihrem späteren Werkstoff. Toni Koy, 1896 in Wormditt in Ostpreußen geboren, war eine der großen Goldschmiedemeisterinnen ihrer Zeit. Ihre Arbeiten sind oft von genialer Einfachheit und Perfektion. Edles Metall und Bernstein lässt sie zu einer unübertroffenen Symbiose verschmelzen. 1901 zieht die Familie nach Königsberg. Als junges Mädchen träumt sie davon, Schmuck zu schaffen, gleichwertig einer simplen Saat-Wucherblume, die sie am Wegesrand findet. Sie studiert an der Zeichenakademie in Hanau, hier beginnt sie mit Bernstein zu arbeiten. Später, in der eigenen Werkstatt in Königsberg, hat sie das Glück, sich besondere, einzigartige Stücke mit Einschlüssen von Pflanzen und Insekten aus dem Bernsteinwerk aussuchen zu dürfen.

Agnes Miegel besucht Toni Koy im Dezember 1936 in ihrer Königsberger Werkstatt. „Zwei unendlich geschickte schmale Frauenhände drehen im Licht ein Paar Manschettenknöpfe hin und her. Zwischen dem strengen Silberrand der Fassung leuchten aus dem mit Gold unterlegten klaren Bernstein die winzigen zarten Mückenleiber der eingeschlossenen Insekten. Ein stilles Lächeln geht über das strenge Gesicht mit den seewasserhellen Augen – Augen, eindringlich und prüfend wie die eines Naturgeistes…“, so die Poetin über die Künstlerin. Toni Koy bekommt 1936 auf der internationalen Kunstgewerbeausstellung in Mailand ein Ehrendiplom für ihre Arbeiten. Von sich schreibt sie: „Ich selbst stelle mir die Aufgabe, den Bernstein so zu verarbeiten, jedes Stück in seiner Einmaligkeit hinzustellen, daß es über eine Mode hinaus seinen Wert behält.“ - „Und so wie man ein Kind, dessen Anlagen gegeben sind, nur erziehen kann, so entwickle ich die Form des Steins nicht von außen her mit dem Verstand, sondern von innen her, mit dem Herzen gehe ich an die Gestaltung eines jeden Stückes heran mit der Achtung vor dem Gewachsenen.“ Eine ihrer Lebens-Maxime ist „Werde du selbst, dann wird deine Arbeit.“

Nach 1945 ist sie bis ins hohe Alter als Goldschmiedin in Annaberg-Buchholz tätig. Einige ihrer Arbeiten, wie ihr Gesellenstück, ein goldener Ring mit einem Inklusenstein, Ketten und Dosen und einige Kleinkunstwerke kann sie bewahren. Einen Teil ihres kostbaren Vermächtnisses wird 1988 für das Bernsteinmuseum von Toni Koy erworben, die damals ihr Lebenswerk in Ribnitz gerne aufgehoben sieht. So ist die größte öffentliche Sammlung von Arbeiten der Goldschmiedin heute hier zu sehen. Vor einigen Tagen kam ein silbernes Anhängerkreuz, natürlich mit einem Bernsteineinschluss, hinzu und ein wunderbarer Weihnachtsbaumbehang. Das Kreuz, ein Konfirmationsgeschenk aus dem Jahre 1929 und der Baumbehang ein Gastgeschenk von Toni Koy an die damals in Königsberg lebende Mutter der großzügigen Spenderin Frau Gertrud Haug aus Göggingen.

Toni Koy ist am 14. Juni 1990 in Sonneberg gestorben. „Es formte deine Mädchenhand, kunstreich wie eines Alten Hände, Gerät und Schmuck und Lebensspende. Bis es dann leuchtend vor uns stand, Gebild, aus Urweltlicht geboren, von deiner großen Kunst beschworen.“ Agnes Miegel an die Künstlerin 1937.

Axel Attula

Bernsteinwanderung - immer Donnerstag

Stürme spülen ihn an den Ostseestrand… über 40 Millionen Jahre alt, der Bernstein zieht die Menschen seit Jahrtausenden in seinen Bann.

Ich zeige Ihnen wo und wie man Bernstein suchen sollte, auch Hühnergötter, Fossilien, Meerglas und Treibholz sind dem Strandläufer willkommen!

Lassen Sie uns gemeinsam auf Sammeltour gehen!


Dauer: ca. 3 h
Preis: 18 € (Kinder 7-18 Jahre 8 €) Im Preis enthalten ist der Eintritt ins Deutsche Bernsteinmuseum im Kloster Ribnitzund in die Schaumanufaktur in Damgarten!


Anmeldung erforderlich! Die Tour findet ab 6 Personen und bei geeignetem Wetter statt.
Naturreisen MV, Martin Hagemann Stormstorfer Straße 9, 18190 Sanitz Telefon: 0152 57 55 46 00 E-Mail: info@naturreisen-mv.de www.naturreisen-mv.de

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