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Im Konventsaal - Die ländliche Siedlung in Mecklenburg nach dem Ersten Weltkrieg - Konflikte und Integration

Vortrag mit Elmar Koch, Damgarten

Beginn 19:30 Uhr

 

Die unmittelbaren Auswirkungen der Siedlungspolitik waren für die betroffenen Personengruppen sowie die Kulturlandschaft teilweise sehr einschneident.

Konflikte ergaben sich beim Großgrundbesitz, der sich auf adliger Seite nach 1918 in Besitz und Ehre bedroht sah. Das massive "Gütersterben" durch die Agrarkrise beschleunigte die Siedlung und führte zu einer deutlichen Veränderung der Besitzstrukturen. Die Landarbeiter bekamen nach 1918 mehr soziale und politische Rechte. Für sie bedeutete die Siedlungsbewegung Chance und Risiko zugleich.

Auch die Anwerbung katholischer Siedler im "Lutherland" barg ein hohes Konfliktpotential.

Die Siedlungspolitik hat bis heute ganze Dörfer durch ihre typisierten Neubaten erweitert und maßgeblich verändert.