Im Konventsaal - Buchlesung - Bernd Schroeder - Warten auf Goebbels

Beginn 19:30 Uhr

 

Anfang 1945. Berlin steht in Flammen. Doch die UFA dreht einen Film über den Tag, an dem der Führer mit seinem Volk in Berlin den Sieg feiern wird, den Sieg des Dritten Reichs über die ganze Welt. Die Festrede wird Goebbels halten.

 

Irgendwo in der Heide saust ein Motorrad durch schöne Kulissen, zeigt der Vater seinem Sohn, wofür er in Russland gekämpft hat. Gedreht wird im Auftrag des Propagandaministeriums, noch einmal wird den Deutschen Mut gemacht, Mut im letzten Augenblick. Bernd Schroeders verblüffender Roman bringt alles zusammen: das Lächerliche und das Grauenvolle, die großen Lügen, die keiner glaubt, und die kleinen Intrigen auf dem Set. Während berühmte Schauspielerinnen und ehrgeizige Statisten, schwule Stars und diktatorische Regisseure immer weiterspielen, wissen doch alle, das Ende ist da. Doch das Schlimmste kommt noch vorher: Goebbels spielt Goebbels. Das Warten beginnt. Ein Roman, der die große Katastrophe in einem grotesken Endspiel spiegelt; eine Arche Noah der Eitelkeit mitten im Weltuntergang.

 

Zum Autor:

Bernd Schroeder, geboren 1944 im heute tschechischen Aussig, wuchs im oberbayerischen Fürholzen auf. Er lebt in Berlin. Als Autor und Regisseur zahlreicher Hör- und Fernsehspiele erhielt er 1985 den Adolf-Grimme-Preis, 1992 den Deutschen Filmpreis. Zuletzt erschienen bei Hanser: Hau (Roman, 2006), Alte Liebe (Roman, 2009, mit Elke Heidenreich), Auf Amerika (Roman, 2012) und Wir sind doch alle da (Roman, 2015).  

 

 

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Beginn 19:30 Uhr

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